Orale und maxillofaziale Radiologie

Wie oft sollte ich filmen?
Bei den halbjährlichen Kontrolluntersuchungen sollte eine neue Panoramaröntgenaufnahme gemacht und Zähne, Kieferknochen, Nebenhöhlen, Gelenke und alle umliegenden Strukturen detailliert untersucht werden. Zusätzlich zu den Routineuntersuchungen sollten im Rahmen der Nachbehandlung (z. B. nach einer Zystenentfernung oder einer Implantatoperation) so oft Röntgenaufnahmen gemacht werden, wie es der Arzt für angebracht hält.
Reicht ein Panoramafilm allein zur Diagnose aus?
Eine Panorama-Röntgenaufnahme liefert allgemeine Informationen über alle Zähne, Ober- und Unterkieferknochen, Gelenke, Kieferhöhlen und das umgebende Knochengewebe in einem einzigen Bild und ist im Allgemeinen für die Diagnose ausreichend. Bei Bedarf können jedoch auch periapikale Röntgenaufnahmen, Bissflügelaufnahmen und 3D-CT-Scans in den relevanten Bereichen durchgeführt werden.
Was ist Tomographie (3D-Bildgebung)?
Bei der Tomographie handelt es sich um ein 3D-Bildgebungssystem, das die Untersuchung von Weichteilen, Kieferknochen und den darin enthaltenen Strukturen auf realistischste Weise bei geringer Strahlenbelastung ermöglicht.
Tomographie in der Zahnmedizin:
Beurteilung von retinierten Zähnen
Beurteilung von Kieferzysten
Beurteilung von Kiefertumoren
Messung des Knochenniveaus bei Implantatoperationen
Untersuchung der vorhandenen Knochenstruktur vor Knochenaufbaumaßnahmen
Abklärung einer Knochenmarksentzündung (Osteomyelitis)
Untersuchung der Knochenstruktur des Kiefergelenks
Beurteilung der Sinusstrukturen
Planung einer kieferorthopädischen Operation
Es wird in vielen Bereichen, beispielsweise bei der Herstellung chirurgischer Führungsschienen, häufig verwendet.
Zusätzliche Bildgebungsverfahren
Auch in der Zahnarztpraxis werden Magnetresonanztomographie (MRT)-Bildgebungsverfahren bei Kiefergelenkserkrankungen eingesetzt.
In jüngster Zeit werden in der zahnärztlichen Praxis, insbesondere im akademischen Bereich, Ultraschall-Bildgebungsverfahren zur Untersuchung oberflächlicher Muskelstrukturen und Speicheldrüsen eingesetzt.
Was sind digitale Bildgebungsverfahren?
In der Zahnmedizin ist die Diagnose entscheidend für den Behandlungserfolg. Die Röntgenuntersuchung ist ebenso wichtig wie die klinische Untersuchung.
Herkömmliche Röntgenuntersuchungsmethoden (periapikale Aufnahmen, Panoramabilder) liefern nicht immer ausreichende diagnostische Informationen. In solchen Fällen werden digitale Bildgebungsverfahren eingesetzt.
In der Zahnmedizin häufig eingesetzte digitale Bildgebungsverfahren:
1) 3D-Zahntomographien: Die Tomographie ist ein 3D-Bildgebungssystem, das die Untersuchung von Weichteilen, Kieferknochen und deren Strukturen auf realistischste Weise bei geringer Strahlung ermöglicht.
2) Magnetresonanztomographie (MRT): Die Magnetresonanztomographie (MRT) ist ein Verfahren, das Magnetfelder und Radiowellen nutzt, um detaillierte Bilder von Organen und Gewebe im Körper zu erzeugen. Die meisten MRT-Geräte sind große, röhrenförmige Magnete. Beim Betreten eines MRT-Geräts ordnet das Magnetfeld die Wasserstoffatome in Ihrem Körper vorübergehend neu an. MRTs werden häufig zur Diagnose von Krankheiten oder zur Überwachung des Behandlungserfolgs eingesetzt. Im Gegensatz zu Röntgen- und Computertomographie-Untersuchungen (CT) wird bei MRTs keine Strahlung verwendet. In der Zahnmedizin werden sie vor allem zur Diagnose und Behandlung von Gelenkerkrankungen eingesetzt.
3) Ultraschallbildgebung (Ultraschall): Schallwellen finden vielfältige Anwendung in Technik und Medizin. Ultraschall ist ein medizinisches Bildgebungsverfahren, das mithilfe von Schallwellen die Umrisse von Gewebe und Organen im Körper visualisiert. Bei diesem Verfahren werden Schallwellen mit einer deutlich höheren Frequenz als das menschliche Ohr wahrnehmen kann, eingespeist und ihre Rücklaufzeit berechnet, um ein Bild des untersuchten Bereichs zu erstellen. In der Zahnmedizin wird Ultraschall vor allem zur Diagnose und Behandlung von Speicheldrüsenerkrankungen eingesetzt.
